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NPD-Fraktion beantragt Sondersitzung des Innenausschuß
Caffier und Nieszery sollen ihre Posten frei machen
Aufgrund der Ereignisse vom vergangenen Wochenende in Rostock, hat die
NPD-Fraktion heute in einem entsprechenden Schreiben an den
Vorsitzenden des Innenausschusses, Dr. Norbert Nieszery, die
Einberufung einer Sondersitzung des Ausschusses für den 7. Juni
beantragt. Die Anwesenheit des Innenministers Caffier ist nach
Auffassung der Fraktion dringend erforderlich, da er eine direkte
Verantwortung für die über 1000 Verletzten, darunter 433
Polizisten, übernehmen muß.
„Was sich am Sonnabend in Rostock abgespielt hat, ist kein
harmloser Betriebsunfall gewesen. Die Bilder, die am Wochenende um die
Welt gingen, sind ein schwerer Imageschaden für unser Land.
Innenminister Caffier ist wohl völlig überfordert mit seinen
Aufgaben“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer,
Stefan Köster heute in Schwerin.
Weiterhin kritisierte er den Vorsitzenden des Innenausschusses, Dr.
Nieszery. Dieser hatte im Vorfeld des G8-Gipfels behauptet:
„Weder Hausdurchsuchungen noch untaugliche RAF-Vergleiche
hätten dazu geführt, daß in den Gruppen der G8-Gegner
eine wirkliche Bedrohung auszumachen sei.“ Weiter sagte Nieszery:
„Die eigentliche Gefahr käme von Rechts.“ In einer
Pressemitteilung war dann zu lesen: „Nieszery habe Signale,
daß es eine bundesweite ‚Generalmobilmachung’ der
Rechtsextremisten gebe, um bei der Demonstration am 2. Juni in Schwerin
nicht einfach nur zu demonstrieren sondern in erster Linie massiv zu
provozieren.
„Offensichtlich hat sich Dr. Nieszery in seinem Haß gegen
die NPD so verrannt, daß er die politische Realität nicht
mehr wahrnimmt. Während es bei den Spontankundgebungen der NPD am
Sonnabend völlig friedlich zuging, ist Rostock im linken
Vandalismus, Gewalt und Chaos versunken. Wenn der
Ausschußvorsitzende ein kleines Fünkchen Anstand und
Verantwortungsbewußsein hätte, dann würde er jetzt den
Ausschußposten abgeben. Wer sich dermaßen offen auf die
Seite von kriminellen Straßenschlacht-Chaoten stellt, der kann
nicht Vorsitzender eines Innenausschusses in einem deutschen Parlament
sein“, stellte Köster klar.
Die NPD-Fraktion möchte nun im Innenausschuß Aufklärung
darüber haben, wie es zu diesen folgenschweren
Fehleinschätzungen und Versäumnissen der politisch
Verantwortlichen kommen konnte.
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