Auch in Schleswig-Holstein: Spontandemo gegen G8-Gipfel und Demoverbot

Die nationale Opposition hat trotz der rechtsfeindlichen Versammlungsverbote in Schwerin und Ludwigslust erfolgreich Gesicht gezeigt gegen den G8-Gipfel und die Verbotswillkür des politischen Systems. Im Laufe des Tages fanden zahlreiche kleinere und größere spontane Protestdemos an verschiedenen Orten statt. Bisher bekannt wurden Aktionen in Potsdam (80 Teilnehmer), Güstrow (170 Teilnehmer), Lüneburg (400 Teilnehmer), Lauenburg (200 Teilnehmer), Osterburg (150 Teilnehmer), Wittenberge (150 Teilnehmer), Boizenburg (150 Teilnehmer), Oranienburg (100 Teilnehmer), Dortmund (50 Teilnehmer), Greifswald (200 Teilnehmer), Lübbenau (100 Teilnehmer) und direkt auf den Stufen des Reichstages (70 Teilnehmer).

Den größten spontanen Protestmarsch erlebte die Stadt Lüneburg, die vormittags überraschend von rund 400 Aktivisten aus Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen besucht wurde. Dort verlief der Marsch diszipliniert und erfolgreich. Erst beim Abrücken gegen 11 Uhr wurden drei Reisebusbesatzungen von der Polizei festgesetzt, die noch stundenlang samt Bussen in Unterbindungsgewahrsam sitzen.

Nur 30 Kilometer weiter, im schleswig-holsteinischen Lauenburg formierte sich gegen 10:45 Uhr und somit zeitlich überlappend ein größerer Protestzug von etwa 200 NPD-Mitgliedern und freien Nationalisten, die überwiegend auch aus Schleswig-Holstein kamen, am Busbahnhof. In Reih und Glied mit vielen Fahnen, Schildern und Transparenten zogen die Demonstranten kraftvoll und lautstark durch die Innenstadt und ein Wohngebiet. Mit Lautsprecherdurchsagen und Parolen wurden die Anwohner immer wieder auf das Anliegen des Marsches aufmerksam gemacht. Erst nach 20 Minuten ließ sich das erste Polizeifahrzeug sehen. Die Beamten stiegen aus um uns aufzuhalten, wurden jedoch einfach mißachtet. Nach einer Dreiviertelstunde Marsch wurde auf einer großen Kreuzung im Innenstadtbereich Aufstellung zur Kundgebung genommen. In einer Ansprache des NPD-Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs aus Mecklenburg-Vorpommern wurden die zahlreichen Schaulustigen, Passanten und Anwohner über unseren Protest gegen das System, G8 und Verbotswillkür informiert. Die Polizei regelte lediglich den Straßenverkehr, aber selbst dies wurde großenteils von uns selbst übernommen. Der Marschzug formierte sich wieder und zog zurück zum Busbahnhof, wo sich die Spontandemo nach eineinhalbstündiger Dauer selbst auflöste. Mittlerweile hatten sich ein paar mehr Polizeikräfte zusammengezogen, die aber nicht mehr einschritten und stattdessen massiv hinter dem Holsteiner Reisebus hinterherfuhren. Dadurch wurde freundlicherweise der Weg für die übrige Kolonne frei, um ungestört ins nahegelegene Boizenburg zu fahren um dort nochmals zu demonstrieren, während der Holsteiner Reisebus nun leider den Heimweg antreten mußte.

In Boizenburg formierten sich kurze Zeit später rund 120 freie Nationalisten und NPD-Mitglieder, die wiederum teilweise aus Schleswig-Holstein kamen, zu einem spontanen Marsch durch ein großes Wohngebiet. Mittlerweile war auch ein Lautsprecherfahrzeug eingetroffen, über welches die zahlreichen Anwohner nun optimal beschallt werden konnten. Kamerad Thomas Wulff (Steiner) klärte mit fortlaufenden Durchsagen die Anwohner ausgiebig über unsere antikapitalistischen und antiglobalistischen Standpunkte auf. Wie schon in Lauenburg gehörten zu den bevorzugten Parolen des Tages "Gegen System und Kapital - unser Kampf ist national!", "frei, sozial und national!" sowie "G8, Gute Nacht!". Der Marschzug wurde zunächst nur von 2-3 Polizeifahrzeugen begleitet, aber nach dem Ende der etwa einstündigen Spontandemo wurden die Reisebusse von einer recht großen Anzahl Polizeikräfte aus der Stadt begleitet. Zudem observierte der Überwachungsstaat auch aus einem inzwischen herangeschafften Polizeihubschrauber argwöhnisch das lebhafte Widerstandsgeschehen.

So haben es Aktivisten vorwiegend aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen geschafft, in einem Umkreis von gerade einmal 30 Kilometern drei Demos in drei Bundesländern innerhalb weniger Stunden durchzuführen. Die insgesamt rund 750 Teilnehmer waren großenteils auf einer, teilweise aber auch auf zwei Demos nacheinander anwesend (wenn es zeitlich möglich war und die Polizeiüberwachung es zuließ)!

Beide Demos mit schleswig-holsteinischer Beteiligung (und wohl auch sämtliche andere Spontandemos) haben deutlich gezeigt, daß der nationale Widerstand für seine Demonstrationen keine teuren Polizeikräfte benötigt. Denn während die autonomen Schlägerbanden in Rostock eine Spur der Gewalt durch die Stadt legten, konnten sich die Lauenburger und Boizenburger von der Friedfertigkeit des nationalen Protestes aus erster Hand überzeugen. Im Ergebnis ist es zwar schade, daß der G8-Protest wieder ausschließlich von linken Randalierern beherrscht wurde und die nationalen Aktionen mangels Großdemonstration kaum in die Medien kamen, andererseits konnten die unzähligen Spontandemonstrationen viel mehr Bürger erreichen als es eine von Polizeiketten und Linkschaoten Großdemo vollbracht hätte. Das System hat sich somit in der irrigen Hoffnung, unseren Protest komplett unterbinden zu können, selbst ins Fleisch geschnitten. NPD-Mitglieder und freie Nationalisten hingegen haben deutlich bewiesen, daß sie gemeinsam und ohne internen Streit gleich dutzende spontane Aktionen durchführen können, ohne daß der Polizeistaat diese nennenswert behindern kann!

www.holsteiner-widerstand.tk




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