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Verbot der
NPD-Demonstration in Schwerin ist ungeheuerlich
Zum heute ergangenen Verbot der Anti-G8-Demonstration der NPD am 2. Juni
in Schwerin erklärt der Schirmherr und NPD-Fraktionsvorsitzende, Udo
Pastörs:
"Das Verbot der Großdemonstration durch die Stadt Schwerin ist eine
Ungeheuerlichkeit. Für mich ist die Entscheidung um so unverständlicher,
da gerade Bundeskanzlerin Merkel und ihr Innenminister Schäuble
gegenüber den Medien Verständnis für Demonstrationen gegen den G8-Gipfel
in Heiligendamm geäußert haben."
Für Pastörs ist es nicht nachvollziehbar, daß die Stadt Schwerin sich in
ihrer Verbotsverfügung auf einen polizeilichen Notstand beruft. "Gerade
im Hinblick auf die Vorbereitungen und den Personaleinsatz der
Sicherheitskräfte, kann ich dieses Argument überhaupt nicht verstehen.
Offensichtlich haben hier wieder einmal bestimmte politische Kreise
Druck auf die Stadtverwaltung ausgeübt und diese damit zu einer
Verbotsverfügung erpreßt."
Besonders interessant sei es, daß die Anmeldung einer Gegendemonstration
des sogenannten Antifaschistischen Bündnisses die ehemalige
PDS-Bundestagsabgeordnete, Angela Marquardt, vorgenommen hat. In einer
Anhörung zur Demonstration äußerte Marquardt gegenüber der Stadt, daß
die Versammlungsteilnehmer des "Antifa-Bündnisses" zu großen Teilen aus
der gewaltbereiten Szene in Berlin, Hamburg, Lübeck und Rostock anreisen
werden.
"Daß eine ehemalige Bundestagsabgeordnete dermaßen dreist die Stadt
durch die Mobilisierung von linksextremistischen Gewalttätern zu
erpressen versucht, ist wirklich bemerkenswert für den Zustand dieser
Republik", so Pastörs weiter.
Er gehe aber davon aus, daß der NPD-Bundesverband umgehend rechtliche
Schritte gegen die Entscheidung der Stadt Schwerin einleiten wird. "In
der Antiglobalisierungs-Bewegung hat eben nicht nur die Linke den
Alleinvertretungsanspruch. Das werden wir am kommenden Sonnabend
deutlich machen. Wieder einmal werden nun die Gerichte dem Staat
aufzeigen müssen, daß Versammlungsfreiheit ein Grundrecht auch für die
nationale Opposition ist," sagte Udo Pastörs abschließend.
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